Meine Arbeit
hat Konstruktionen des Grammatikmodells Konstruktionsgrammatik (CxG) zum Thema.
Die CxG ist in der kognitiven Tradition entstanden und hat zum Zweck, die
kognitiven und sozialen Aspekte sprachlicher Fähigkeit in der Grammatikbeschreibung
zu beachten. Dabei spielen die angenommenen sprachlichen Grundbestandteile,
Konstruktionen, eine relevante Rolle. Als Konstruktionen werden alle
sprachliche Zeichen angesehen: von konkreten Wörtern und Morphemen bis durchaus abstrakte Strukturen
wie Ditransitiv- und Passivkonstruktionen. Sie sind gelernte
Form-Bedeutungspaare, d.h. sie werden durch Sprachgebrauch festgelegt und bestehen
sich aus der morpho-syntaktischen Form und der semantisch-pragmatischen
Bedeutung.
Die offene
Natur der Konstruktionen bietet attraktive Anwendungsmöglichkeiten und ermöglicht
die Erklärung solcher sprachlichen Phänomene, womit die traditionellen
generativen Grammatiken Probleme auf Probleme stoßen, z.B. bei idiomatischen
Ausdrücken und Metaphern. Jedoch ist eine Grammatiktheorie, egal wie anwendbar,
nicht plausibel, wenn sie der Realität des Sprachgebrauchs nicht entspricht. Das
erste Ziel meiner Arbeit ist dementsprechend die Begründungen von
Konstruktionen in der CxG zu abzuschätzen. Zweitens habe ich zum Ziel, der
Seminargruppe einen Überblick über diese aktuelle Grammatiktheorie und dadurch
über den Zustand der aktuellen Grammatikforschung zu bieten.


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